Der graue Wolkenhimmel
   Schaut her, wie trüb gesinnt,
   Fast wie sonst Betteshimmel
   Auf mich als krankes Kind.

Dann bat ich: "Mutter höre,
   Zieh' die Gardinen vor!"
   Sorgsam, daß nichts mich störe,
   Schloß sie das seid'ne Tor.

Dann konnt' ich ruhig schlafen,
   Die Krankheit fühlt' ich kaum,
   Von Wald und frommen Schafen
   War grün und weiß mein Traum.

Mutter, aus ew'gen Sphären
   Siehst du, was ich verlor.
   Zieh' diesen kranken Zähren
   Die letzte Decke vor!


Das Gedicht "Wehmut" stammt von   (1777 - 1843).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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