Mit frechen Feinden kriegen,

Und sie nur stets besiegen,

Das wär schon recht!

Doch ohn ein Schwert zu ziehen,

Nur immer, immer fliehen,

Ei, das ist schlecht!

 

Mit immer tapfern Kämpfen,

Des Feindes Rachgier dämpfen,

Das wär schon recht!

Mit Planen, die nichts taugen,

Das Land nur auszusaugen,

Ei, das ist schlecht!

 

Wenn Schurken sich beraten,

Und Leut und Land verraten,

Das ist nicht recht!

Doch sie zu pensionieren,

Statt zu arkebusieren,

Ei, das ist schlecht!

 

Im Siebenjährgen Kriege

Hatt man sehr wenig Siege,

Das war nicht recht!

Doch jetzt so schrecklich kriegen,

Und auch nicht einmal siegen,

Ei, das ist schlecht!

 

Dem Lande Frieden schenken

Und Leut und Land bedenken,

Das wär schon recht!

Doch jetzo Friede schließen,

Draus kann nichts Guts entsprießen,

Nein, das ist schlecht!

 

Wenn man nun reformierte

Und alles weiser führte,

Dann wärs schon recht!

Doch bleibt es noch beim alten,

Und läßt man Schurken schalten,

Ei, dann ists schlecht!


Das Gedicht "Das Rechte und Schlechte" stammt von   (1791 - 1872).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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