Stets wandeln wir dem Abgrund dicht,

Wo Tief und Dunkel schrecken,

Aus dem ein Tod und letzt′ Gericht

Die Drachenhälse recken!

 

Wir wandeln, ahnen nicht Gefahr,

So sorglos hin wie Kinder.

Da strauchelst du und gleitest gar

Und gleitest ab geschwinder!

 

Jetzt gilt′s! Ist keine Latsche da,

An der du dich kannst halten?

Umfassen nicht, dem Sturze nah,

Dich rettende Gestalten?

 

Humor, so heißt die Latsche schlicht,

Gleich Göttern hochgeboren -

erhaschst du sie im Gleiten nicht,

Dann, Freund, bist du verloren!


Das Gedicht "Stets wandeln wir dem Abgrund dicht" stammt von   (1808 - 1885).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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