Mein Schatz ist wie a Röserl!

Grad so schön lachts oan on,

Mi verdrießt nur, daß i′s net

Aufn Hut stecka kon!

 

Mein Schatz is wie a Nagerl!

O du herzige Maus!

Gern nahm i′s beim Kragerl

Und ließ′s nimmer aus!

 

Mein Schatz is a Engel,

Tragt a hohe Frisur,

Und wenns mi net liebt sie,

Nachher irr i mir nur.

 

Lieb is s′ wie koani,

A guts Herzl ja hats,

Singt wie Caltanani:

Drum is s′ a mein Schatz.

 

Und wenns sagt, daß mi net liebt,

Daß s′ mi lieben a net ko:

Nachher kennts mi a gar net,

Schaut mi für einen andern o.

 

Und wennst oan net mögn konnst,

Warum denn grad mi?

Da kunnt oans schon fuchtig wer′n,

Malefiz sakradi!

 

Der Romeo in sein Julerl

War so verliabt als ana nur kon,

Und auf jeds Busserl

Hat er an Schnackla no ton.

 

Am 13. August i

Ins 69. Jahr kimm:

Höchste Zeit, daß i Unterricht

Im Schuhplatteln nimm!


Das Gedicht "Mein Schatz" stammt von   (1808 - 1885).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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