Jüngling, laß dich nicht gelüsten

Nach des Paradieses Äpfeln;

Von den straffsten Mädchenbrüsten

Wird dir nichts als Kummer tröpfeln.

 

Wagst du dich heran und findst du

Lust an diesen weißen Teufeln,

Armer Freund, wie bald beginnst du

Selbst von Traurigkeit zu träufeln.

 

Just die Kühnsten, Elegantsten

Werden früh zu müden Krüppeln,

Und die einst am flottsten tanzten,

Müssen lahm zur Grube trippeln.


Das Gedicht "An einen Jüngling" stammt von   (1864 - 1918).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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