Dem Kelch der Leiden hab′ ich viel enttrunken,
Obwohl ich jung,
Der Traum von Erdenglück ist mir versunken,
Obwohl ich jung.
Ich sah genug von Menschenlos, dem herben,
Obwohl ich jung,
Und ich bin müde, müde bis zum Sterben,
Obwohl ich jung.
Gedichte
Felix Dörmann
Dem Kelch der Leiden hab′ ich viel enttrunken,
Obwohl ich jung,
Der Traum von Erdenglück ist mir versunken,
Obwohl ich jung.
Ich sah genug von Menschenlos, dem herben,
Obwohl ich jung,
Und ich bin müde, müde bis zum Sterben,
Obwohl ich jung.
Das Gedicht "Obwohl ich jung" stammt von Felix Dörmann (1870 - 1928).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.