Mit blutigen Rosen

Und wachsbleichen Nelken

Durchwinde dein Haar.

Und löse die Flechten...

Düfte verathmende,

Wirre Strähne

Mögen über deine

Üppig-starren,

Bronce-braunen Brüste

Niederhangen, Schleifen

Schwarzblau,

Düster,

Wie blitzgesättigte

Wetterwolken.

Und deine Lippen,

Deine blumenkühlen,

Mögen in ewigen,

Zärtlichen,

Halbgehauchten Küssen

Mein Antlitz streifen.

Dann, nur dann

Wird sie entweichen,

Jene herzumschnürende,

Tödtliche Lebensangst,

Und fern und ferner wird

Mit schlürfenden Schritten

Der Wahnsinn schleichen...

Komm′ zu mir,

Bleibe bei mir,

Immer,

Immer...


Das Gedicht "Mit blutigen Rosen" stammt von   (1870 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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