Nachtwache. Rot. Ein Atem ringt in uns.

Ein Wind will auf. Voll Fremde, Heimweh-Schluchzen.

Wir suchen irr. Nach Fleisch, nach Welt. Nach Lachen

Wir sind umragt von uns.

Der Durchbruch stockt. Die Fesseln. Schwer das Blut.

Versenkt die Brunst, die stöhnt und aufwärts möchte.

 

Wir wollen Glanz und Weite, helle Höhen,

vom Meer umweht. Und Küsse, tief ins Fleisch

lechzende Jagd durch flammende Gebirge

nach Panthern, Affen, Frauen

und nach Schlaf.

Nach süßen Nächten, die uns schlafen lassen.

Wir sind nach Inseln toll in fremden Welten.

Denn wir sind außer uns: Vor unsrer Engel!

Und bauen immer heiß an unserm Traum.


Das Gedicht "Nachtwache. Rot. Ein Atem ringt in uns..." stammt von   (1890 - 1914).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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