Die Rosen im Garten blühn zum zweiten Mal. Täglich schießen sie in dicken Bündeln

In die Sonne. Aber die schwelgerische Zartheit ist dahin,

Mit der ihr erstes Blühen sich im Hof des weiß und roten Sternenfeuers wiegte.

Sie springen gieriger, wie aus aufgerissenen Adern strömend,

Über das heftig aufgeschwellte Fleisch der Blätter.

Ihr wildes Blühen ist wie Todesröcheln,

Das der vergehende Sommer in das ungewisse Licht des Herbstes trägt.


Das Gedicht "Die Rosen im Garten" stammt von   (1883 - 1914).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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