Und in meiner Jugend schalt ich:

Wohin fliegst du, kühner Muth?

Wohin flammst du so gewaltig,

Du unstillbar wilde Gluth?

Himmelstürmende Gedanken,

Allertiefste Seelenpein,

Zwischen Erd′ und Himmel schwanken,

Unruh, willst du ewig seyn?

 

Sehnsucht aus der Nacht zur Helle,

Aus der Helle hin zur Nacht,

Nenn ich′s Himmel, nenn′ ich′s Hölle,

Was mich so unselig macht?

Wie ein Jagdhund auf der Fährte,

Der verschiednes Wildpret jagt,

Such ich auf der weiten Erde

Ein Verlornes, das mich plagt.

 

O du Engel, der die Pfade

Zu dem Paradies bewacht,

Aus dem Aufenthalt der Gnade

Adam auf den Schub gebracht, -

Künde, löse dem verlornen

Halbling zwischen Thier und Geist,

Dem für′s Distelfeld Gebornen

Doch dieß Räthsel, wenn du′s weißt!


Das Gedicht "Jugend und Alter" stammt von   (1769 - 1860).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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