Wie ich dich liebe!

Denn ich liebe alle dunkeln Fragen,

die die Wahrheit hinterm Auge tragen, -

und die Worte lieb ich, die verschwiegen

auf dem Grunde einer Lüge liegen. -

Sag′ mir nichts! - Ich will aus deinem Wesen

tief heraus mir jedes Goldkorn lesen; -

aus dem Schimmer der Verschwiegenheiten

will ich deiner Seele Bild bereiten;

und es soll in meinem Herzen stehn,

hauchlos rein - und nur für dich zu sehn.


Das Gedicht "Wie ich dich liebe!" stammt von   (1878 - 1934).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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