Ich bin verdammt zu warten

in einem Bürgergarten

auf das geliebte Weib.

Nun sitz ich hier als Beute

gewissenloser Leute

mit breitem Unterleib.

Sie sind so froh beim Biere,

bald zwei, bald drei, bald viere -

und reden vom Geschäft.

Die Gattin spricht vom Hause,

die Töchter trinken Brause,

und Flock, das Hündchen, kläfft.

Die Kellnerinnen schwirren.

Die Tischgeschirre klirren.

Der Himmel scheint so blau.

Wie süß ist′s doch, zu warten

in einem Bürgergarten

auf die geliebte Frau.


Das Gedicht "Rendezvous" stammt von   (1878 - 1934).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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