Ich will alleine über die Berge gehn,

und keiner soll von meinen Wegen wissen;

denn wer den Pfad zu meinen Höhn gesehn,

hat mich von meinen Höhn herabgerissen.

Ich will alleine über die Berge gehn,

mein Lied soll ungehört am Fels verklingen,

und meine Klage soll im Wind verwehn; -

nur wer dem eignen Herzen singt, kann singen; -

nur wer dem eigenen Herzen klagt, kann klagen;

nur wer das eigne Herz erkennt, kann sehn. -

Hinauf zu mir! Ich will der Welt entsagen,

und will alleine über die Berge gehn.


Das Gedicht "Ich will alleine..." stammt von (* 1878-04-06, † 1934-07-10).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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