Könnt ich nach Haus -
die Lichte gehen aus -
erlischt ihr letzter Gruß.

Wo soll ich hin?
Oh Mutter mein, weißt du's?
Auch unser Garten ist gestorben! …

Es liegt ein grauer Nelkenstrauß
im Winkel wo im Elternhaus,
er hatte große Sorgfalt sich erworben.

Umkränzte das Willkommen an den Toren
und gab sich ganz in seiner Farbe aus.
Oh liebe Mutter! …

Versprühte Abendrot
am Morgen weiche Sehnsucht aus
bevor die Welt in Schmach und Not.

Ich habe keine Schwestern mehr und keine Brüder.
Der Winter spielte mit dem Tode in den Nestern
und Reif erstarrte alle Liebeslieder.


Das Gedicht "Über glitzernden Kies" stammt von   (1869 - 1942).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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