Reich mir die Hand, o Wolke,

Heb′ mich zu dir empor!

Dort stehen meine Brüder

Am offnen Himmelsthor.

Sie sind′s, obgleich im Leben

Ich niemals sie gesehn:

Ich seh′ in ihrer Mitte

Ja unsern Vater stehn!

Sie schaun auf mich hernieder,

Sie winken mir zu sich.

O reich′ die Hand mir, Wolke,

Schnell, schnell erhebe mich!


Das Gedicht "An eine Wolke" stammt von   (1808 - 1825).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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