Ach, wenn′s nur der König auch wüßt′,
Wie wacker mein Schätzelein ist!
Für den König da ließ′ er sein Blut,
Für mich aber ebensogut.
Mein Schatz hat kein Band und Kein′ Stern,
Kein Kreuz, wie die vornehmen herrn;
Mein Schatz wird auch kein General, -
Hätt′ er nur seinen Abschied einmal!
Es scheinen drei Sterne so hell
Dort übern Marien-Kapell:
Da knüpft uns ein rosenrot Band,
Und ein Hauskreuz ist auch bei der Hand.
Das Gedicht "Die Soldatenbraut" stammt von Eduard Mörike (1804 - 1875).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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