Romanze, die am Nachmittag
Gern traumhaft nickt und singt im Hag,
Wo überm schattendunklen Teich
Die Zweige säuseln sacht und weich -
Einst warst du, da ich wild und frei,
Ein Kind, doch wissend, Tag für Tag
Dir lauschend unterm Baume lag,
Ein seltner bunter Papagei
Aus einem fremden Wunderland,
Den ich doch Laut für Laut verstand.
Doch nun umkreist den Weltenbau
Der Kondorflug der Zeit so rauh,
Daß in der tosenden Gefahr
Ich aller seligen Muße bar.
Und wenn mit sanfterem Flügelschlag
Den unruhvollen Geist ein Tag
Auch wohl entführt in Träumerei′n -
Dann litte meine Seele Pein,
Wenn sie bei Leier und Gesang
Nicht bebte mit dem Saitenstrang.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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