Romanze, die am Nachmittag

Gern traumhaft nickt und singt im Hag,

Wo überm schattendunklen Teich

Die Zweige säuseln sacht und weich -

Einst warst du, da ich wild und frei,

Ein Kind, doch wissend, Tag für Tag

Dir lauschend unterm Baume lag,

Ein seltner bunter Papagei

Aus einem fremden Wunderland,

Den ich doch Laut für Laut verstand.

Doch nun umkreist den Weltenbau

Der Kondorflug der Zeit so rauh,

Daß in der tosenden Gefahr

Ich aller seligen Muße bar.

Und wenn mit sanfterem Flügelschlag

Den unruhvollen Geist ein Tag

Auch wohl entführt in Träumerei′n -

Dann litte meine Seele Pein,

Wenn sie bei Leier und Gesang

Nicht bebte mit dem Saitenstrang.


Das Gedicht "Romanze" stammt von   (1809 - 1849).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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