Einem jungen Mädchen
Liebes Kind, du bist gemagert, bist verbrannt von Mittagssonnen
Deine Wangen blühen frischer, wuschest dich an kühlen Bronnen
Wie du schreitest, schlank und kräftig, über deines Gärtchens Stufen!
Deine Stimme wurde voller, die das Echo wachgerufen,
In dem klaren Herdgeläute wurde deine Stimme heller
Deine wegeskundgen Blicke kreisen rascher, streifen schneller,
Deine Lippen wurden stiller, edler wurde deine Stirne
Und dein Auge, grossgeöffnet, es betrachtet noch die Firne.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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