Auf dem Canal grande betten

Tief sich ein die Abendschatten,

Hundert dunkle Gondeln gleiten

Als ein flüsterndes Geheimnis.

 

Aber zwischen zwei Palästen

Glüht herein die Abendsonne,

Flammend wirft sie einen grellen

Breiten Streifen auf die Gondeln.

 

In dem purpurroten Lichte

Laute Stimmen, hell Gelächter,

Überredende Gebärden

Und das frevle Spiel der Augen.

 

Eine kurze, kleine Strecke

Treibt das Leben leidenschaftlich

Und erlischt im Schatten drüben

Als ein unverständlich Murmeln.


Das Gedicht "Auf dem Canal grande" stammt von   (1825 - 1898).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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