Verzweiflung an der Liebe in der Liebe
In Liebeskampf? In Todes Kampf gesunken?
Ob Atem noch von ihren Lippen fließt?
Ob ihr der Krampf den kleinen Mund verschließt?
Kein Öl die Lampe? oder keinen Funken?
Der Jüngling - betend? tot? in Liebe trunken?
Ob er der Jungfrau höchste Gunst genießt?
Was ist′s, das der gefallne Becher gießt?
Hat Gift, hat Wein, hat Balsam sie getrunken.
Des Jünglings Arme, Engelsflügel werden -
Nein Mantelsfalten - Leichentuches Falten.
Um sie strahlt Heilgen Schein - zerraufte Haare.
Strahl′ Himmels Licht, flamm′ Hölle zu der Erde
Brich der Verzweiflung rasende Gewalten,
Enthüll′ - Verhüll′ - das Freudenbett - die Bahre.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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