Nicht alle wissen so wie du zu schauen

Du Landschaftsmaler bei dem Doktor Faust,

Der du den Hexen Nebelbrücken baust

Durch winterlichen Kirchhofs frostig Grauen

 

Die Münche ziehn zur Gruft, es scheint zu tauen

Der kahle Baum greift in die Nacht, es saust

Ein kalter Wind, und unterirdisch haust

In Trümmern tief ein Kreuz, und gibt Vertrauen

 

Zwei Lichter schimmern irre bei der Wahrheit

(Die Totenkreuze starren auf den Hügeln)

Gefroren ist der Atem, den man hauchet

Zu ernst zum fliehen und zu kalt zum knien

(Und oben liegt des Himmels blaue Klarheit)

 

Du gleichst der Schwalbe, die mit grauen Flügeln

Den Himmel streift, die Brust ins Wasser tauchet

Warum willst du denn nimmer mit ihr ziehen.


Das Gedicht "Nicht alle wissen so wie du zu schauen..." stammt von   (1778 - 1842).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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