Nach Sevilla, nach Sevilla,

Wo die hohen Prachtgebäude

In den breiten Straßen stehen,

Aus den Fenstern reiche Leute,

Schön geputzte Frauen sehn,

Dahin sehnt mein Herz sich nicht!

 

Nach Sevilla, nach Sevilla,

Wo die letzten Häuser stehen,

Sich die Nachbarn freundlich grüßen,

Mädchen aus dem Fenster sehn,

Ihre Blumen zu begießen,

Ach, da sehnt mein Herz sich hin!

 

In Sevilla, in Sevilla

Weiß ich wohl ein reines Stübchen,

Helle Küche, stille Kammer,

In dem Hause wohnt mein Liebchen,

Und am Pförtchen glänzt ein Hammer.

Poch ich, macht die Jungfrau auf!

 

Guten Abend, guten Abend -

Lieber Vater, setzt euch nieder,

Ei, wo seid ihr dann gewesen?

Und dann singt sie schöne Lieder,

Kann so hübsch in Büchern lesen,

Ach! und ist mein einzig Kind.


Das Gedicht "Nach Sevilla, nach Sevilla..." stammt von   (1778 - 1842).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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