Ist des Lebens Band mit Schmerz gelöset,

Liegt der Körper ohne Blick, ohn Leben,

Fremde Liebe weint, und er geneset.

Seine Liebe muß zum Himmel schweben,

Von dem trägen Leibe keusch entblößet,

Kann zu Gott der Engel sie erheben.

Und er hält sie mit dem Arm umfasset,

Schwebet höher, bis das Grab erblasset.

 

Ist er durchs Vergängliche gedrungen,

Kehrt die Seele in die Ewigkeit,

Oh, so ist dem Tod genug gelungen,

Und er stürzet rückwärts in die Zeit.

Um die Seele bleibet Wonn geschlungen,

Alles gibt sich ihr, die alles beut,

Wird zum ewgen Geben und Empfangen,

Kann des Wechsels Ende nie erlangen!


Das Gedicht "Ist des Lebens Band mit Schmerz gelöset" stammt von   (1778 - 1842).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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