Tausendmale werd ich schlafen gehen,

Wandrer ich, so müd und lebenssatt;

Tausendmale werd ich auferstehen,

ich Verklärter in der seligen Stadt.

 

Tausendmale werde ich noch trinken,

Wandrer ich, aus des Vergessens Strom;

Tausendmale werd ich niedersinken,

ich Verklärter, in dem seligen Dom.

 

Tausendmale werd ich von der Erden

Abschied nehmen durch das finstre Tor;

Tausendmale werd ich selig werden,

ich Verklärter, in dem seligen Chor.


Das Gedicht "Tausendmale werd ich schlafen gehen..." stammt von   (1835 - 1918).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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