Montag erst. - Entsetzlich! Freudelos
Neu beginnen, wo die Woche schloss.
Dienstag erst. - Entsetzlich! Ohne Sinn
Spinnen fort des Lebens grau Gespinn.
Mittwoch erst. - Entsetzlich! Ohne Ziel
Neu durchspielen das durchspielte Spiel.
Donnerstag.- Entsetzlich! Ohne Gnad
Neu durchmessen den durchmessnen Pfad.
Freitag schon. - Entsetzlich! Wirrer Tand
Neu durchwaten den durchwatnen Sand.
Samstag schon. - Entsetzlich! Ohne Gruß
Ewig wandern um des Hügels Fuß.
Sonntag heut. - Entsetzlich! Wieder neu
Segeln an dem Leuchtturm hier vorbei.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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