Fast überirdisch dünkt mich euer Grüßen,
Syringen ihr, mit eurem Duft, dem süßen.
Nach Geisterweise weiß ich euch zu werten:
ein Duftgesang, er ist mir′s von Verklärten.
Gott, wie ich doch in dieser blauen Kühle
der Blumenwolke hier mich wohlig fühle!
Süß heimlich ahnend, was hineinverwoben,
wie fühl ich mich so frei, so stolz gehoben!
Bin ich es selbst, des einstig Erdenwesen
nun auch einmal zu solchem Glanz genese?
Sind′s meine Lieben, die, ach längst begraben,
in diesen Düften Fühlung mit mir haben.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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