Wie sanft, wie ruhig fühl´ich hier
Des Lebens Freuden ohne Sorgen!
Und sonder Ahnung leuchet mir
Willkommen jeder Morgen.
Mein frohes, mein zufried´nes Herz
Tanzt nach der Melodie der Haine,
Und angenehm ist selbst mein Schmerz,
Wenn ich vor Liebe weine.
Wie sehr lach´ich die Großen aus,
Die Blutvergießer, Helden, Prinzen!
Denn mich beglückt ein kleines Haus,
Sie nicht einmal Provinzen.
Wie wüten sie nicht wider sich,
Die göttergleichen Herr´n der Erden!
Doch brauchen sie mehr Raum als ich,
Wenn sie begraben werden!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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