Trinkt, trinkt, trinkt,
Trinkt, ihr unverdroßnen Brüder
Eures Lebens Sorgen nieder!
Singt, singt, singt,
Singt darunter frohe Lieder,
Trinkt darauf und singet wieder!
Reich, reich, reich,
Träufelt Seegen von Lyäen,
Von den weinbepflanzten Höhen!
Euch, euch, euch,
Lächelt er zukünftge Freuden,
Um die Götter euch beneiden.
Hört, hört, hört,
Hört der Winzer frohen Willen
Fässer her! wir müssen füllen.
Leert, leert, leert,
Leert dieß Faß mit tapfern Zügen,
Daß die Winzer Tonnen kriegen.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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