Trostlos traurig grau in grau:

Himmel,

Dächer,

Straßen,

Menschen ...

trostlos traurig grau in grau ...

wie mit hungergieriger Lippe

saugt ein ungeheures Schweigen

Licht und

Luft und

Leben an sich

und mit grauenstummer Marter

überschleicht es

und bekriecht es

herzblut-tief- und tiefer-saugend

Himmel,

Dächer,

Straßen,

Menschen,

qualvoll hilflos grau in grau.


Das Gedicht "Totensonntag" stammt von   (1864 - 1920).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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