Tief und still

in grauem Regen

liegen Wald und

liegen Wiesen ...

tief und still

mit müden, schweren

Wellen

schleppt das Meer zum Strand ...

graue Möwen

flügelschlagend

schreien um die Kreidefelsen,

und im weißen

Dunst der Ferne

zieht in breitgeballter Wolke

dicken Qualmes,

wie der schwarze

Schwan des Todes,

horizontentlang ein Dampfer,

tief und still

in grauem Regen.

Alternativer Titel: Bleistiftskizzen


Das Gedicht "Rügen" stammt von   (1864 - 1920).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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