Alles längst nun, längst vorüber!
Fünfmal schon ward′s Winter drüber!
immer andres drängte her!
Neue Jahre, neue Ziele!
Selten spiel ich jene Spiele
und noch seltener sing ich mehr!
Wie die Zeit es eben ändert:
jener landet, dieser kentert,
der liegt windstill wo auf See ...
bleibt man nur auf seinem Posten
und läßt Kopf und Herz nicht rosten,
geh es immer, wie es geh!
Meist wohl ist′s ja dummer Plunder;
manchmal doch glückt auch ein Wunder,
noch viel eher aber fällt′s!
Was drum rinnt, laß ruhig rinnen!
nur wer aushält, wird gewinnen ...
nicht ein jeder freilich hält′s!
Das Gedicht "Alles längst nun, längst vorüber" stammt von Cäsar Flaischlen (1864 - 1920).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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