Warum, im Innersten zerrissen,

Mein gramerbleichtes Angesicht

Ich von dir wende, willst du wissen?

O frage nicht!

 

Ob deiner Stimme Zaubergrüße,

Die Schönheit, die dein Haupt umflicht,

Für mich verloren ihre Süße?

O frage nicht!

 

Ob unsre Trennung, schmerzdurchlodert,

Für die mein Mund nun bebend spricht,

Von mir, ob vom Geschick gefordert?

O frage nicht!

 

Ob, was ich leide, ohn′ Verzagen

Und ohne daß vor Qual es bricht,

Ein Menschenherz vermag zu tragen?

O frage nicht!

 


Das Gedicht "O frage nicht!" stammt von   (1814 - 1894).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Empfehlungen

Weitere gute Gedichte der Autorin:



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte