Nimm mich mit, wohin dein Fuß

auf des Lebens Pfaden gehet,

denn da weht mir Heimatgruß,

wo dein süßer Atem wehet.

 

Nimm mich mit, wenn kühn dein Geist

fliegt durch alle Himmelsräume

und zur Erde, die verwaist

bringt des Jenseits goldne Träume.

 

Nimm mich mit, wenn in′s Gefecht,

wo du heldenherrlich streitest,

für der Menschheit heilig Recht

Du, ein edler Ritter, schreitest.

 

Nimm mich mit, wenn still, gebückt

zu der tiefen Geisterquelle,

deine Seele sich erquickt

mit des Denkens Lebenswelle.

 

Nimm mich mit, es sei dein Teil

Wonne, Jammer, Leben, Sterben!

Nimm mich mit in′s ew′ge Heil

und in′s ewige Verderben!


Das Gedicht "Mit dir!" stammt von   (1814 - 1894).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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