Wenn quälend mich die Angst beschleicht,

Mein Teuerstes auf Erden,

Mein Liebstes könnte mir vielleicht

Einst noch entrissen werden;

Dann tröstet der Gedanke mich:

"Weshalb davor erbeben?

Dies große Leid vermöchte ich

Ja nicht zu überleben."

 

Die Hoffnung, die sich in dir regt,

Bevor du ihrer dich entschlagen,

Daß keinem werde auferlegt

So viel als er kann tragen.

Wie groß das Leid, wie tief die Not,

Du wirst dich d′rein ergeben,

Und was dir bitt′rer als der Tod,

Du wirst es überleben.


Das Gedicht "Letztes Gedicht" stammt von   (1814 - 1894).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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