An Fürstin Caroline Wittgenstein.

 

Der Dichter wandelt einsam durch das Leben!

So ist es und so war′s zu allen Zeiten.

Entsagung nur darf ihm zur Seite schreiten,

Wenn holde Bande sich um And′re weben!

 

Doch ein Ersatz ist ihm dafür gegeben:

Daß Herzen ihm, in unbekannten Weiten,

Entgegen schlagen und wie Harfensaiten

Vom Hauche seiner Lieder sanft erbeben.

 

Und wurden solche Freunde dir zu Theil,

Betrachte sie als höchste Schicksalsspenden,

Die für kein flücht′ges Gut der Erde feil!

 

Zweifach gesegnet ist, der sie gewann!

Denn in dem stillen Gruß, den sie ihm senden,

Fängt auch bereits die Nachwelt für ihn an!

 


Das Gedicht "Die unbekannten Freunde" stammt von   (1814 - 1894).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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