Verjagt aus meinem Land muß ich nun sehn
Wie ich zu einem neuen Laden komme, einer Schenke
Wo ich verkaufen kann das, was ich denke
Die alten Wege muss ich wieder gehen.
Die glattgeschliffenen durch den Tritt der Hoffnungslosen!
Schon gehend, weiss ich jetzt noch nicht: zu wem?
Wohin ich komme, hör ich: Spell your name!
Ach, dieser „name“ gehörte zu den großen!
Ich muss noch froh sein, wenn sie ihn nicht kennen
Wie einer, hinter dem ein Steckbrief läuft
Sie würden kaum auf meine Dienste brennen.
Ich hatte zu tun mit solchen schon wie ihnen
Wohl möglich, daß sich der Verdacht da häuft
Ich mocht auch sie nicht allzu gut bedienen.
Das Gedicht "Sonett in der Emigration" stammt von Bertolt Brecht (1898 - 1956).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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