Uber das kupffer-bild eines fürnehmen und gelehrten mannes
Zürnt nicht/ ihr Gratien/ daß dieser mund die krafft/
Die euch allein gebührt/ so völlig eingesogen.
Ihr Musen zürnet nicht/ daß alle wissenschafft
Von euren bergen ist in diesen kopff geflogen.
Zürnt aber/ wo ihr könnt/ kunst/ feder/ stahl und wissen/
Daß ihr diß alles hier nicht besser abgerissen.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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