O daß ihr stille stündet, sel'ge Stunden!
Weil ihr verdient zu weilen, müßt ihr eilen,
Was euch vervielfacht, scheint euch zu zertheilen:
Endlos Entzücken macht euch zu Sekunden.

"Was klagst du? Wie gefunden, so verschwunden.
"Befiedert trugen wir mit Amors Pfeilen
"Dir Lust herbei, und süße Gunst, zu heilen
"Die Wunden, die dein Herz kaum überwunden."

So seid denn, Stunden, meiner Wonne Musen!
Lehrt mich, von eurem Flug nicht fortgerißen,
Ruhig die holde Gegenwart zu saugen.

"Lausch dem Sekundenschlag am schönsten Busen,
"Und zähle jeden Odemzug nach Küßen;
"Ein Augenblick blitzt manchen Blick der Augen."


Das Gedicht "Die Flucht der Stunden" stammt von   (1767 - 1845).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Empfehlungen

Weitere gute Gedichte des Autors:



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte