O Mondschein, lieber Mondschein,
Guck in ihr Fensterlein,
Weck sie und sag der Liebsten:
Dein Liebster harret dein!
Dein Liebster harret dein!

Sag ihr, sie soll erscheinen
Ohn allen Schmuck der Welt:
Weil Schönheit, holde Schönheit
Ohn allen Schmuck gefällt,
Ohn allen Schmuck der Welt.

Ihr Äuglein soll mir glänzen,
Nicht sanfter Perlen Schein:
Ihr Hälschen will ich küssen,
Nicht Kett’ und Edelstein,
Nicht Kett’ und Edelstein.

Auch nicht mit Blumen soll sie
Sich schmücken, duftend, bunt:
Sie ist ein Rosensträuschen,
Ihr Mund ein Nelkenmund,
Ihr Mund ein Nelkenmund!

Da will ich Biene werden
Und fest mich saugen ein:
Und müsst’ ich davon sterben,
Ich ließ es doch nicht sein,
Ich ließ es doch nicht sein!


Das Gedicht "An den Mondschein" stammt von   (1799 - 1853).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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