O sieh doch! siehst du nicht die Blumenwolke

Da drüben in dem tiefsten Weiherkolke?

O! das ist schön! hätt′ ich nur einen Stecken,

Schmalzweiße Kelch′ mit dunkelrothen Flecken,

Und jede Glocke ist frisirt so fein

Wie unser wächsern Engelchen im Schrein.

Was meinst du, schneid′ ich einen Haselstab,

Und wat′ ein wenig in die Furth hinab?

Pah! Frösch′ und Hechte können mich nicht schrecken. -

Allein, ob nicht vielleicht der Wassermann

Dort in den langen Kräutern hocken kann?

Ich geh, ich gehe schon - ich gehe nicht -

Mich dünke, ich sah am Grunde ein Gesicht -

Komm lass′ uns lieber heim, die Sonne sticht!


Das Gedicht "Kinder am Ufer" stammt von   (1797 - 1848).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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