Alles still ringsum –

Die Zweige ruhen, die Vögel sind stumm.

Wie ein Schiff, das im vollen Gewässer brennt,

Und das die Windsbraut jagt,

So durch den Azur die Sonne rennt

Und immer flammender tagt.

 

Natur schläft – ihr Odem steht,

Ihre grünen Locken hangen schwer,

Nur auf und nieder ihr Pulsschlag geht

Ungehemmt im heiligen Meer.

Jedes Räupchen sucht des Blattes Hülle,

Jeden Käfer nimmt sein Grübchen auf;

Nur das Meer liegt frei in seiner Fülle

Und blickt zum Firmament hinauf.


Das Gedicht "Fragment" stammt von   (1797 - 1848).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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