...Oder den I. der Zukunfft Christi Matth. 21

 

Kom König/ kom den offt dein Zion hat begehret!

Kom Davids Kind vnd Herr/ Gott/ Helffer in der Noth

Vnd zarter Menschen Sohn! Reiß auß dem Sünden-Koth

Die Seelen/ die Gesetz vnd Sünden-Last beschweret.

Erfrische was die Glutt der Höllen hart verheeret!

O Leichter Lebens Tau/ erquicke was der Tod

Mit harten Füssen tritt/ kom süsses Himmels-Brodt

Vnd labe die/ die Durst vnd Hunger gantz verzehret.

Kom vnverfälschte Lust/ wenn vns der Teufel schreckt:

Kom Licht! vnd scheine dem/ den Nacht vnd grauen deckt/

Kom Friede! Kom zu den/ die Angst vnd Pein bekriegen.

O Held vnd Helffer kom/ den aller Völker Schaar

Zum Haupt vnd Fürsten wündsch′t/ vnd zeig vns offenbar.

Daß wer dir widersteht mit spott müß vnten liegen.


Das Gedicht "Auff den Sontag deß Sanftmütigen Königs" stammt von   (1616 - 1664).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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