XX.
Der Himmel hat auff mich gewüttet.
Er hat mich mehr denn hoch betrübt
Vnd alles / was mein Hertz gelibt
Mit Erden / in der Grufft beschüttet /
Er hat im Elend mich verhüttet /
Er hat durch Marter mich geübt
Gleich einem / den man übergibt
Der Pein / die Seel und Fleisch zerrüttet.
Doch! daß ich bißher nicht verschmachtet /
Das mich die Welt noch lebend achtet? /
Rührt daher / das mein Hertz bey Schönborn sich befunden.
Ich fühle denn den rauen Schlag
Als ein entselter Leib / die Plag /
Ja als ein Fels: den Sturm / als Marmor: eine Wunden.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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