XX.

 

Der Himmel hat auff mich gewüttet.

Er hat mich mehr denn hoch betrübt

Vnd alles / was mein Hertz gelibt

Mit Erden / in der Grufft beschüttet /

 

Er hat im Elend mich verhüttet /

Er hat durch Marter mich geübt

Gleich einem / den man übergibt

Der Pein / die Seel und Fleisch zerrüttet.

 

Doch! daß ich bißher nicht verschmachtet /

Das mich die Welt noch lebend achtet? /

Rührt daher / das mein Hertz bey Schönborn sich befunden.

 

Ich fühle denn den rauen Schlag

Als ein entselter Leib / die Plag /

Ja als ein Fels: den Sturm / als Marmor: eine Wunden.


Das Gedicht "An eben denselben" stammt von   (1616 - 1664).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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