Was hilft die ganze Welt / Mensch! deine Stunde schlägt!
Zwar eh’ als du vermeint! doch wer muss nicht erbleichen?
Nun wird die Schönheit rauch; nun muss die Tugend weichen /
Nun ist dein Adel Dunst / die Stärke wird bewegt!

Hier fällt auf eine Baar der Hut und Krone trägt
Hier feilt die große Kunst / kein Tagus schützt die Reichen.
Man sieht kein Alter an / die ganz verstellte Leichen
(O Freunde! gute Nacht!) wird in den Staub gelegt

Du scheidest! ganz allein! von hier! wohin! so schnelle!
Dies ist des Himmels Bahn! die öffnet dir die Helle!
Nach dem der strenge Prinz sein ernstes Vorteil hegt.

Nichts bringst du auf die Welt / nichts kannst du mit bekommen:
Der einig’ Augenblick hat / was man hat / genommen.
Doch zeucht dein Werk dir nach. Mensch! deine Stunde schlägt.


Das Gedicht "Der Tod" stammt von   (1616 - 1664).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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