Wenn die Stern’ am Himmel blinken,

Wenn ihr Reigen nächtlich webt,

Künde treu mir, wo der erste,

Wo der Sterne letzter schwebt?

 

Wenn im regen Wogentanze

Welle mit der Welle tauscht,

O so zeig’ mir, wo die erste,

Wo der Wellen letzte rauscht?

 

Und vermagst du’s, so gib Kunde,

Löse mir das Schwerste frei:

Wann im Herzen wohl die Stunde

Erster, – letzter Liebe sei?


Das Gedicht "Fragen" stammt von   (1808 - 1876).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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