Fünf Kunstjünger

Sind deine Finger,

Gar feine, gescheidte

Manierliche Leute,

Gelehrig und biegsam,

Gefällig und schmiegsam,

Der Arbeit zu dienen

Ein schöner Verein,

Ob jeder von ihnen

Auch für sich allein.

 

Doch wenn sie sich rotten

Und ballen zum Knäuel,

Der Sitte zu spotten,

Der Satzung und Regel;

Dann wird draus, - o Gräuel,

Vor dem dir graust!

Ein grober Flegel:

Die Faust!


Das Gedicht "Auch ein Verein" stammt von   (1808 - 1876).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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