Die Sonne sinkt mit jedem Abend schneller,
man denkt schon morgens an des Tages Ende,
das ist die schon so oft erlebte Wende.
das sinkt der Mut mit langsamen Propeller.

Es ist, als wartete ein düstrer Keller
auf die vom Flug durch duftende Gelände
verwöhnte Lunge, uns sie atmet Wände.
der Straßen licht macht nur die Steine heller

und doch, manch Held des Sommers wäre froh
wenn er im kalten Wind nun wüsste, wo
er landen kann in welcher Stadt der Erde

er sänke gerne andern Sternen zu-
hier reißt der Herbst herab die letzte Ruh
und wer gehört nicht zu der Blätter Herde?


Das Gedicht "Herbst" stammt von   (1883 - 1945).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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