Wie flog Dein Name von Land zu Land!

Wie eine süße Legende!

Du schwangst Dich auf das geflügelte Roß

So muthig, so behende.

Der Freiheit, der Freiheit! erscholl Dein Gesang:

Es wurde den Alten im Purpur so bang,

Es griffen zum Schwert ihre Hände.

Ich komme zu retten, riefest Du aus,

Die Armen, die Sklaven, die Schwachen!

Mein muthiger Ritter Sanct Georg,

So zogst Du, zu tödten den Drachen.

 

Und tausendfüßig, schnaubend vor Wuth,

Das Ungethüm kam gekrochen;

Da hast Du heiligen Zorn′s Deinen Speer

Tief in den Schlund ihm gestochen.

Und ob er mit scharfen Zähnen auch biß,

Schmerzbrüllend und wüthend zerrte und riß,

Deine Lanze ist nicht gebrochen!

Ihm aber, ihm stürzte rasselnd das Blut

Hervor aus dem furchtbaren Rachen:

Mein muthiger Ritter Sanct Georg

O tödte, o tödte den Drachen!

 

Noch blitzet Dein Aug′, noch flattert Dein Haar,

Noch singst Du heilige Lieder,

Noch hältst du mit nervigem Arm den Speer:

Stoß′ nieder, Georg, stoß′ nieder!

So ruft Dir Dein Volk, so ruft Dein Genoß′,

Denn ob ihm rasselnd ein Blutstrom auch floß,

Der Lindwurm erhebt sich noch wieder!

Der Freiheit gilt es! drum auf und dran!

Bald wollen wir jubeln und lachen!

Mein muthiger Ritter Sanct Georg

Stoß′ nieder den furchtbaren Drachen!


Das Gedicht "Sanct Georg" stammt von   (1810 - 1876).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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