Könnt′ ich einmal, einmal nur
Deine klaren Augen sehen!
Still wollt′ ich dann weiter gehen
Und das Leben wieder lieben,
Keine Wolke sollte trüben
Mir der hellen Sterne Spur.
Könnt′ ich einmal, einmal nur,
Wie Du Dich mir hingegeben,
So Dein ganzes klares Leben
Einmal noch in′s Auge fassen
Still′ wollt′ ich Dich dann verlassen,
Nicht mehr folgen Deiner Spur!
Könnt′ ich einmal, einmal nur
Dir mein ganzes Lieben sagen!
Niemals wollt′ ich wieder klagen -
Und von all′ dem heißen Sehnen
Sollten weder Wort′ noch Thränen
Jemals zeigen eine Spur.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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