1

 

Nur Du allein, Du schautest wie ich litt,

Nur Du allein hast meiner Qual geglaubt,

Du schirmtest die Gedanken mir im Haupt -

Als Nacht mit Licht in meiner Seele stritt.

 

Nur Du allein, Du lieh′st mir Deine Hand,

Als ich einst kam, geschmähet und bedroht -

Als sich kein heimathlicher Heerd mir bot,

Als ich allein auf weiter Erde stand....

 

Nur Du allein, Du hast mich nie betrübt,

Seit Du erschaut, wie ich so tief verarmt -

Nur Du allein hast Dich einst mein erbarmt,

Hast mich beschützt - und hast mich nie geliebt...

 

2

 

Sag′ nicht, ich soll Dich meiden

Und nimmer sehn,

Wollt′ ich Dich auch verlassen,

Wohin sollt′ ich gehn? -

Du weißt es ja, ich habe

Keine Heimath dann -

Kein Glück - und keine Stätte,

Wo ich ruhen kann...


Das Gedicht "Nur Du allein" stammt von   (1839 - 1901).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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